Keine Schaumschlägerei: Was unser neuer Styroporschneider wirklich draufhat

Styroporbuchstaben auf Plexglas geklebt
Auf einen Blick
MaterialEPS-Hartschaum, umgangssprachlich Styropor
VerfahrenHeißdrahtschnitt, CNC-geführt
Max. Blockmaß1100 × 1100 × 1300 mm
Rundformenbis 850 mm Höhe, mit Rotationsachse
NachbearbeitungKitten, schleifen, lackieren – Handarbeit
Zu beachtenSockel nötig, außen zusätzlich beschichtet
In der Werkstatt steht seit Kurzem ein neues Stück Technik, das auf den ersten Blick unscheinbar wirkt – bis man sieht, was für Riesenformen daraus entstehen. Unser neuer Styroporschneider von Styrocam aus Deutschland trennt Styroporblöcke mit einem glühenden Draht, computergesteuert und formgenau. Was das für Ihr nächstes Event, Ihren Messestand oder Ihr Projekt bedeutet, erzählen wir hier.

Interessant ist das vor allem für Eventagenturen, Messebauer, Architekturbüros und alle, die schnell und leicht etwas Großes brauchen – vom XXL-Logo bis zum Modell im Maßstab 1:1 der Idee dahinter.

Ein glühender Draht statt Klinge

Ein Heißdraht-Schneider arbeitet anders als Säge oder Fräse: Ein dünner Draht wird elektrisch erhitzt und schmilzt sich durch den Styroporblock, statt ihn mechanisch zu trennen. Kein Sägestaub, kein Krümelmaterial – nur eine glatte, saubere Schnittkante. Weil der Draht computergesteuert entlang jeder Kontur geführt wird, sind nicht nur gerade Schnitte drin, sondern auch Schrägen, Rundungen und frei geformte Konturen. Buchstaben, Logos, Freiformen – so ziemlich alles, was sich zeichnen lässt, lässt sich auch schneiden.

Aus einem Stück statt aus Segmenten

Kurz gesagt: von der kompakten Deko bis zum überlebensgroßen Schriftzug ist ordentlich Format drin.

Der Vorteil gegenüber kleineren Zuschnitten: Ein Buchstabe oder ein Bauteil in dieser Größe kommt aus einem Stück, statt aus mehreren Segmenten zusammengesetzt zu werden. Das spart Klebestellen, sichtbare Nähte und am Ende auch Montagezeit vor Ort.

Vom Buchstaben bis zur Säule: was daraus entsteht

Styropor ist leicht, lässt sich in großen Formaten schneiden und ist schnell verarbeitet – ein Material, das genau dort punktet, wo andere an Gewicht oder Kosten scheitern. Typische Endprodukte aus unserem Schneider:

  • Überdimensionale Buchstaben und Logos für Empfangsbereiche, Messestände oder Fotopoints – der Klassiker unter den Eventaufstellern.

  • XXL-Werbeaufsteller und Displays, die auch aus der Distanz noch wirken, ohne beim Transport gleich einen Kran zu brauchen.

  • Bühnenbilder, Kulissen und Deko-Elemente für Events, Messen und Shootings – vom einzelnen Requisit bis zum ganzen Bühnenaufbau.

  • Architektur- und Gebäudemodelle für Planungsbüros, bei denen Volumen und Maßstab zählen, nicht das letzte Detail.

  • Säulen, Kugeln und andere runde Formen, dank Rotationsachse auch als dreidimensionale Objekte statt nur als flache Kontur.

  • Urmodelle und Positivformen als Zwischenschritt für Verfahren wie Laminieren oder Gießen, wenn Styropor selbst nicht das Endmaterial ist.

Wo Styropor an seine Grenzen kommt

Ehrlich gesagt

Wir lieben das Material und unseren Styroporschneider – aber so ein Objekt ist vor allem Handarbeit. Kitten, schleifen, kitten, schleifen, lackieren. Und weil Styropor kaum Gewicht hat, braucht es meistens einen Sockel.

Roh ist Styropor weder stoßfest noch besonders wetterbeständig – dafür ist es leicht und schnell in Form gebracht. Für den Außeneinsatz, den Transport oder wenn es einfach hochwertiger aussehen soll, bekommt die geschnittene Form bei uns im Anschluss eine Oberfläche. Beschichtung, Lackierung oder UV-Druck machen aus dem rohen Schaumstoffkörper ein fertiges, robustes und präsentables Werbe- oder Deko-Element – die Veredelung, die uns ohnehin am meisten Spaß macht. Wie stabil das Endergebnis werden muss, hängt vom Einsatzort ab: Für einen Fotopoint in der Halle reicht oft weniger als für einen Aufsteller, der eine Woche im Wetter vor dem Geschäft steht.

Aus der Werkstatt rausgebrannt, Wien

Wir schreiben hier über die Verfahren, mit denen wir arbeiten, über Materialien und über die Fehler, die wir schon gemacht haben.

Wir schreiben hier über die Verfahren und Materialien, mit denen wir arbeiten – was sie können, wo ihre Grenzen liegen und was wir dabei selbst erst lernen mussten.

Hier zeigen wir Projekte, die bei uns entstanden sind: was gebraucht wurde, wie wir es gelöst haben und woran wir dabei getüftelt haben.

Hier stellen wir Stücke aus unserer eigenen Fertigung vor – woraus sie bestehen, wie sie entstehen und wofür sie sich eignen.

Hier blicken wir zurück auf Messen, Workshops und Veranstaltungen, bei denen wir dabei waren.

Hier sammeln wir Auszeichnungen, die wir bekommen haben, und Berichte, in denen andere über unsere Arbeit schreiben.

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